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Scheidentrockenheit und Blasenbeschwerden nach der Menopause

Scheidentrockenheit, Brennen oder Reizungen, Beschwerden beim Sex sowie häufigerer oder dringenderer Harndrang können zum urogenitalen Menopausensyndrom (GSM) gehören. Ein niedrigerer Östrogenspiegel wirkt sich auf das Gewebe von Vagina, Vulva und Blase aus.

Es ist häufig: The Menopause Society schätzt, dass etwa 27 % bis 84 % der Frauen nach der Menopause betroffen sind. Gleichzeitig wird GSM vermutlich zu selten erkannt und behandelt, auch weil viele es nicht ansprechen – dabei lassen sich die Beschwerden in den meisten Fällen wirksam behandeln.

Anders als Hitzewallungen, die mit der Zeit oft nachlassen, können diese Beschwerden anhalten – oder erst Jahre nach der Menopause beginnen.

Kurze Antworten

Welche Behandlungen gibt es?

Laut The Menopause Society gehören dazu vaginale Gleit- und Feuchtigkeitsmittel, niedrig dosiertes vaginales Östrogen oder DHEA, eine systemische Hormontherapie und Ospemifen, eine Tablette, die selbst kein Hormon ist, aber an Östrogenrezeptoren wirkt (ein selektiver Östrogenrezeptormodulator, SERM). Was passt, hängt davon ab, wie stark die Beschwerden sind und wie deine gesundheitliche Vorgeschichte aussieht. Die Verfügbarkeit unterscheidet sich von Land zu Land.

Was ist der Unterschied zwischen Gleitmittel und Feuchtigkeitsmittel?

Ein Gleitmittel wird beim Sex verwendet, um die Reibung zu verringern. Ein vaginales Feuchtigkeitsmittel wird regelmäßig, ein paarmal pro Woche, angewendet und hilft gegen Trockenheit im Alltag.

Lohnt es sich, das anzusprechen, auch wenn es sich unangenehm anfühlt?

Ja. Ärztinnen und Ärzte hören oft davon. Und weil GSM meist behandelbar ist, kann es einen echten Unterschied für dein Wohlbefinden und dein Sexleben machen, das Thema anzusprechen.

Wann du mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen solltest

  • Trockenheit, Schmerzen oder Brennen beeinträchtigen deinen Alltag oder dein Sexleben.
  • Du musst dringend oder häufig Wasser lassen oder bekommst immer wieder Harnwegsinfekte.
  • Du hast nach der Menopause eine Blutung, ganz gleich welcher Art.
  • Du bemerkst einen Knoten, wunde Stellen oder Hautveränderungen an der Vulva.

Wie das Protokollieren hilft

Wenn du aufschreibst, wann Beschwerden auftreten und wie sehr sie dich belasten, kann es leichter werden, ein unangenehmes Thema anzusprechen: Du kannst einfach deine Notizen zeigen. Alles, was du in Pausa festhältst, bleibt auf deinem iPhone und in dessen Backup, nie auf einem Pausa-Server.

Nur zur allgemeinen Information. Kein Ersatz für ärztlichen Rat.

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