Periode in der Perimenopause: Was häufig ist und was du abklären lässt
Wenn sich die Menopause nähert, verändert sich die Periode oft. Sie kann in kürzeren oder längeren Abständen kommen, schwächer oder stärker werden oder ausbleiben. Für viele gehören solche Veränderungen einfach zur Perimenopause.
Doch nicht jede Veränderung sollte man abtun. ACOG, die US-amerikanische Fachgesellschaft für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, nennt Blutungen, die nicht normal sind und mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden sollten: Blutungen oder Schmierblutungen zwischen den Perioden, Blutungen oder Schmierblutungen nach dem Sex, starke Blutungen während der Periode, Blutungen, die stärker sind oder mehr Tage anhalten als üblich, und Blutungen nach der Menopause.
Die Menopause ist erreicht, wenn 12 Monate in Folge keine Periode aufgetreten ist. Ab dann sollte jede Blutung – selbst eine einmalige oder nur schwache – ärztlich abgeklärt werden. Oft steckt nichts Ernstes dahinter, aber es ist wichtig, die Ursache herauszufinden.
Kurze Antworten
Ist es normal, dass meine Periode mit über 40 unregelmäßig ist?
Oft ja: Unregelmäßige Zyklen sind ein typisches Kennzeichen der Perimenopause. Trotzdem lohnt es sich, Veränderungen bei deiner Ärztin oder deinem Arzt anzusprechen, vor allem wenn die Blutung stark ist, zwischen den Perioden oder nach dem Sex auftritt.
Was kann hinter auffälligen Blutungen stecken?
ACOG nennt unter anderem Polypen, eine Ausdünnung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumatrophie), eine Verdickung der Schleimhaut (Endometriumhyperplasie) und Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometriumkarzinom) als Ursachen. Unterscheiden lassen sie sich nur durch eine Untersuchung und Tests.
Was passiert in der Arztpraxis?
Meist zuerst ein Gespräch und eine Untersuchung. Je nach deinem Alter und deiner Vorgeschichte kann danach eine Ultraschalluntersuchung des Beckens oder eine kleine Gewebeprobe der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumbiopsie) folgen. Der Patientenratgeber von ACOG beschreibt diese und weitere Untersuchungen.
Wann du mit einer Ärztin oder einem Arzt sprechen solltest
- Blutungen oder Schmierblutungen zwischen den Perioden oder nach dem Sex.
- Starke Perioden oder Perioden, die stärker sind oder länger dauern als sonst.
- Jede Blutung nach 12 Monaten ohne Periode, selbst wenn sie nur einmal auftritt oder nur schwach ist.
- Du fühlst dich bei starken Perioden schwindelig, kurzatmig oder sehr müde.
Wie das Protokollieren hilft
Genaue Daten sind hilfreicher als Schätzungen. Pausa kann Periodentage aus Apple Health neben deinen Beschwerden anzeigen, sodass du deiner Ärztin oder deinem Arzt sagen kannst, wann eine Blutung aufgetreten ist und was sonst gerade los war.
- ACOG – Perimenopausal Bleeding and Bleeding After Menopause
- NHS – Post-menopausal bleeding
- NICE NG23 – Menopause: identification and management (2026)
Quellenangaben aktualisiert im Oktober 2026. Redaktionelle Grundsätze →
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